Deiche, Heide, Almen: Weidetiere formen diese Landschaften


Ohne praktikablen Herdenschutz ist die Weidehaltung gefährdet

Wenn Herdenschutz zu aufwändig ist oder sich nur schwer in den Betriebsalltag integrieren lässt, geraten Weidebetriebe unter Druck. Schutzmaßnahmen sind Voraussetzung für Weidetierhaltung in Wolfsregionen – entscheidend ist, dass sie im Alltag funktionieren.

Wird Beweidung reduziert oder aufgegeben, verändern sich Vegetation und Artenvielfalt. Flächen verbuschen oder werden anders genutzt. Ein funktionierender Herdenschutz ist daher entscheidend, damit diese Form der Bewirtschaftung fortgeführt werden kann und wertvolle offene Landschaften mit hoher Artenvielfalt erhalten bleiben.

Ziege grast an einem Herdenschutznetz.

Die ökologische Rolle des Wolfs

Als Prädator beeinflusst der Wolf Bestände und Verhalten von Schalenwild wie Rehen oder Hirschen. Wölfe sorgen für Bewegungsdruck, Beutetiere halten sich weniger lange an einzelnen Standorten auf. Das kann punktuellen Verbiss reduzieren und die Regeneration von Vegetation begünstigen.

Zudem werden häufig geschwächte oder kranke Tiere erbeutet. Der Wolf übernimmt damit eine wichtige regulierende Funktion in Ökosystemen.


Wölfe sind zurück in Deutschland

Wölfe sind heute wieder in weiten Teilen Europas verbreitet. Laut zuletzt veröffentlichten kontinentalen Verbreitungsdaten treten Wölfe derzeit in rund 34 Ländern auf und bilden stabile Populationen in großen Teilen Mitteleuropas.

Deutschland gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den Regionen mit wieder etablierten Wolfspopulationen. Die Anzahl der Territorien hat sich stetig weiter erhöht, im Jahr 2024/2025  wurden zuletzt bundesweit 262 Rudel oder Paare nachgewiesen.

Die meisten Wölfe sterben im Straßenverkehr

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163 tote Wölfe wurden im Monitoringjahr 2024/25 in Deutschland dokumentiert:

  • 124 Tiere (76 %) starben im Straßenverkehr.
  • Rund 10 % der Totfunde wurden als illegal getötet eingestuft.

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